Geschichte


Unsere Geschichte

9. Juli 1866 am Anwesen „Markt 26, Schweinfurt”!


Firmengründer

Johann Nikolaus Hoffritz (Sohn des Zimmermeisters Johann Heinrich Hoffritz), geboren am 2. Dezember 1836, gestorben am 19.11.1899.

Textauszug Gründungsurkunde: Auf dem Grund magistratischen Beschlusses vom neunzehnten des Monats, wird hiermit dem Messerschmiedsgehilfen Johann Nikolaus Hoffritz von hier, eine persönliche Konzession zum selbstständigen Betrieb des Messerschmiede-gewerbes mit der Ansässigkeit dahier erteilt.

Schweinfurt, 9. Juli 1866, Der Magistrat.


Firmenfortführung

durch Witwe Luise Hoffritz, geb. Koch zusammen mit ihrem einzigen Sohn Franz Ludwig Hoffritz (geboren 5.5.1878, gestorben 22.4.1950). Geschäftsübergabe auf Ludwig Hoffritz im Jahr 1911.

1945 starke Zerstörung des Geschäfthauses, Wiederaufbau und Fortführung durch Ludwig und Elise Hoffritz (geb. Zirkelbach) und ihren Töchtern Betti und Friederike Hoffritz, Messerschmiedegehilfin.

1951 Firmeneintritt von Gerhart Artur Winkler (geboren 28.10.1925, gestorben 5.7.1999), Meisterprüfung 1956, Mitinhaber mit Ehegattin Friederike Winkler († 2006) und Betti Hoffritz († 1998), langjähriger Obermeister und Ehrenobermeister der Messerschmiede-Innung Nordbayern. Vergrößerung der Verkaufsfläche und der Werkstatt sowie Erweiterung des Warensortimentes mit Zinnwaren, Bierkrügen, Pokalen und einem Gravurservice.

1999 Geschäftsführung durch Andreas Bieringer, (geboren 29.1.1955), Diplom Volkswirt und Messerschmied/-Schneidwerkzeugmechaniker-Meister (Meisterprüfung 1994). Die Spezialisierung des hochwertigen Warensortimentes wurde weiter ausgebaut.
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USA-Zweig Hoffritz Cutlery

Im Jahre 1867 emigrierte Johannes Hoffritz (1846-1933), ein Bruder des Firmengründers Nikolaus Hoffritz aus Schweinfurt, im Alter von 23 Jahren auf dem Schiff Allemannia nach Amerika. Er hatte einen Sohn namens Edwin John Hoffritz (1870-1942). Dessen Sohn, auch mit dem Namen Edwin John (geboren in Brooklyn, NYC am 9.11.1895, gest. 4.9.1973), gründete die Firma „Hoffritz for Cutlery“.

Die ersten Einzelhandelsgeschäfte wurden in den frühen 30-iger Jahren nach der Depression eröffnet. Den Anfang machten ca. sechs Fachgeschäfte in New York City, die sich ihren Ruf verdienten mit Solinger Schneidwaren wie Küchen- und Taschenmessern, Haarscheren und Rasiermessern etc., Haushaltswaren und Schweizer Offiziersmessern.

Wenige Jahre vor seinem Tod verkaufte er das Unternehmen und die neuen Eigentümer eröffneten viele Geschäfte in ganz USA. Wiederum wurde das Unternehmen verkauft, der Name Hoffritz blieb jedoch erhalten.

In der Einzelhandelsrezession der 80er Jahre begann man, günstigere Schneidwaren aus aller Welt ins Sortiment zu nehmen, trotzdem oder gerade deshalb verlor man weitere Marktanteile.

In den Neunzigern musste man Konkurs anmelden und die Geschäfte wurden bis auf einige wenige, auf privater Basis weiter geführte, alle geschlossen. Es überlebte nur der Markenname „Hoffritz Cutlery“, nun verwendet für gute Haushaltsartikel, produziert in vielen Ländern dieser Welt.

Edwin hatte keine Kinder; seine Frau Helen, geborene Higgins (sie starb nach ihm) gründete die Helen Hoffritz Stiftung, das Geld kam verschiedensten wohltätigen Zwecken zugute.